09.05.2011

Der 5.5. war der „Tag des Qualitätsjournalismus“

Zum ersten Mal luden der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und der Manstein Verlag zu einem halbtägigen Symposium, das sich sowohl mit dem theoretischen Anspruch an den Qualitätsjournalismus befasste wie mit der praktischen Umsetzung.


Michael Moss, Starreporter bei der New York Times mit Mag. Dagmar Lang, MBA, Foto: Johannes Brunnbauer

Michael Moss, Starreporter bei der New York Times mit Mag. Dagmar Lang, MBA
Foto: Johannes Brunnbauer

Prof. Hans-Jörgen Manstein, Foto: Johannes Brunnbauer

Prof. Hans-Jörgen Manstein
Foto: Johannes Brunnbauer

Prof. Hans-Jörgen Manstein, Dr. Eva  Dichand (GF Heute), Mag. Birgit Gasser und Mag. Gerald Grünberger (VÖZ-Verbandsgeschäftsführer), Foto: Johannes Brunnbauer

Prof. Hans-Jörgen Manstein, Dr. Eva Dichand (GF Heute), Mag. Birgit Gasser und Mag. Gerald Grünberger (VÖZ-Verbandsgeschäftsführer)
Foto: Johannes Brunnbauer

Professor Hans Jörgen Manstein, Aufsichtsratsvorsitzender des Manstein Verlages, eröffnete die Veranstaltung mit einer betont kritischen Einschätzung der Lage des Qualitätsjournalismus in Österreich. „Qualitätsjournalismus entsteht an den Wurzeln der journalistischen Arbeit. Und die wurden in den letzten 20 Jahren eine nach der anderen abgehackt. Vielfach wegrationalisiert, manchmal auch weg – gegoogelt. Der Qualitätsjournalismus ist ein zartes Bäumchen, das  wir, sehr geehrte Damen und Herren, pfleglich behandeln sollten“, so Manstein. Als Impulsgeber gelang es den Veranstaltern Michael Moss, Starreporter bei der New York Times und Pulitzer-Preisträger nach Wien zu holen. Moss gab in seinem Referat aufschlussreiche Einblicke in die tägliche Arbeit eines investigativen Journalists und forderte von den Verlagen vor allem, dass sie den Journalisten die notwendigen Ressourcen und vor allem die notwenige Zeit für ihre teils intensiven Recherchen zur Verfügung stellen sollten.

Hochwissenschaftlich ging es anschließend in der ersten Podiumsdiskussion zur Sache. Moderiert von Andreas Koller (Salzburger Nachrichten) diskutierten die Professoren Franzisca Weder (Universität Klagenfurt), Alfred Pfabigan (Universität Wien), Reinhard Christl (FHWien), Stephan Russ-Mohl (Universität Lugano) und Klaus Schönbach (Universität Wien) über die Anforderungen an den Qualitätsjournalismus. Im Anschluss wurde es praktischer. ZiB2-Moderator Armin Wolf leitete eine Diskussion über „Anspruch und Praxis  Qualitätsjournalismus in der Praxis“ mit einem bunt besetzten Podium: Eva  Dichand (Heute), Michael Fleischhacker (Die Presse), Frido Hütter (Kleine Zeitung) Gottfried Langenstein (arte) und Armin Thurnher (Der Falter).